Gut ausgerüstet für Seelsorge im Alter - Simone Pfitzner hat Seelsorgestelle angetretenArbeit aufgenmmen

Erstellt am 05.06.2019

Von Kathrin Koppe-Bäumer

Soest/Meschede. Am 1. Juni übernimmt Simone Pfitzner die Stelle „Seelsorge im Alter“ im Kirchenkreis Soest-Arnsberg.  Die 50-jährige Diplom-Sozial- und Freizeitpädagogin sowie  Diplom-Religions- und Gemeindepädagogin mit der Ordination zum Dienst an Wort und Sakrament hat im Herbst die Stellenausschreibung gelesen und sich nach vielfältigen Berufserfahrungen entschieden, sich im Kirchenkreis Soest-Arnsberg zu bewerben.

Die letzten 20 Jahre war sie Referentin für Frauenarbeit in den rheinischen Kirchenkreisen Wetzlar und Braunfels. Dort hat sie neben ihrer fachspezifischen Arbeit in der Steuerungsgruppe zur Vereinigung der beiden Kirchenkreise Wetzlar und Braunfels mitgearbeitet.

Eine Konzeption zu erarbeiten, was im Bereich Seelsorge im Kirchenkreis Soest-Arnsberg zunächst ansteht, ist ihr vertraut. Sie findet das wichtig, daneben schätzt sie spontane Entwicklungen und manchmal auch die Haltung „Erst mal anfangen“.  Zupackend wirkte sie im Gespräch mit dem Kreissynodalvorstand . Es ist ihr vertraut, mit Menschen zu arbeiten. In ihren vielfältigen Arbeitsfeldern vom Kindergarten über Jugendbildungsstätte, als Jugendreferentin und Frauenreferentin hat sie mit Menschen aller Art gearbeitet. Sie versteht Gemeinde als Lebensort, wo Menschen aus unterschiedlichen Milieus, mit verschiedenen Gaben und Voraussetzungen zusammenkommen und Lebens- und Lernerfahrungen machen wollen. „Dazu braucht es Dialogräume“, stellt Pfitzner fest, „wo Einzelne sprach- und dialogfähig werden“.

Seelsorgliche Kontakte hatte sie in allen Stellen und stellt fest: „Die Anfragen kamen in der Regel im gemeinsamen Tun, oft unvermittelt und unerwartet, dann wenn das Gegenüber genug Vertrauen gefasst hatte“.  Mit dem Thema „Alter“ hatte sie in der Frauenarbeit Berührungspunkte. Sie hat Studientage, Frauenwochen und Gruppenstunden zum Thema Würde und Alter, Älterwerden und Mut im Umgang mit den Veränderungen im Alter gestaltet.

„Wundertüte Leben“ hieß eins der Angebote, das Menschen ermutigt, analog zur Patientenverfügung eine Verfügung fürs Leben zu entwickeln. Ihre Ausbildung in Gebärdensprache hat sie auch sensibilisiert für das Thema der wachsenden und oft unerkannten Schwerhörigkeit im kirchlichen Alltag.

Das Arbeitsfeld Seelsorge im Kirchenkreis Soest-Arnsberg aufzubauen, dafür bringt Pfitzner eine gute Ausrüstung mit:  „Ich bin teamfähig, sagt sie von sich, und ich habe langen Atem; wenn etwas nicht sofort geklappt hat, versuch ich es erneut, mit anderen bin ich sehr geduldig und ich lass mich nicht ins Bockshorn  jagen“.

Am 1. Juni wird Simone Pfitzner, die eine Wohnung in Soest gefunden hat, ihren neuen Arbeitsplatz im Kastanienweg 4 in Meschede beziehen. Mit Christina Bergmann teilt sie ein Büro. Die beiden arbeiten in der räumlichen Nachbarschaft von Susanne Schulze, der Referentin für Erwachsenenbildung, und Diakoniepfarrer Peter Sinn. 

Vor den großen Entfernungen im neuen Kirchenkreis fürchtet Simone Pfitzner sich nicht. Sie ist gespannt auf die vielen Menschen, die ihr in den 31 Gemeinden und auf der Kirchenkreisebene begegnen werden. In der Anfangsphase ihrer neuen Tätigkeit möchte sie alle Gemeinden besuchen und die Bedarfe kennenlernen. Als inhaltliches Angebot zum Start kann sie sich vorstellen, Menschen zu beraten, die von der Berufstätigkeit in den Ruhestand wechseln.
Die Mitglieder des Kreissynodalvorstands hat sie mit ihrer Vorstellung überzeugt. Sie wählten sie einstimmig.

1- Der Kreissynodalvorstand hat Simone Pfitzner in die Diakonenstelle „Seelsorge im Alter“ gewählt. Superintendent Dieter Tometten gratuliert Simone Pfitzner zur Wahl. Foto: Kathrin Koppe-Bäumer