Pfarrer*In mit Leib und Seele

Erstellt am 11.11.2022

Schulpfarrer Stefan Carl geht und Sandra Fedeler kommt

Gruppenbild mit Dame: Pfarrer Uwe Rudnick, Pfarrer i.R. Stefan Carl, Pfarrerin Sandra Fedeler, Thomas Schlüter, der Leiter des Pädagogischen Instituts der Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Ulrich Homann und Superintendent Dr. Manuel Schilling. Foto: Julie Riede

Von Julie Riede

Lippstadt. Laut dröhnen die Glocken der Jakobikirche in Lippstadt im November. Glocken haben etwas Verkündendes, Rufendes. Gleiches kann man auch auf Pfarrer:Innen übertragen. Im Dienste der Kirche verkünden sie das Wort Gottes und rufen „ihre Schäfchen“ zu sich. An diesem Tag rufen die Glocken der Jakobikirche die Menschen zu etwas, was der Lippstädter Pfarrer Thomas Hartmann in seiner Ansprache „Staffelstabübergabe“ nennt. Neben der Entpflichtung von Pfarrer Stefan Carl ist die Einführung von Pfarrerin Sandra Fedeler als Nachfolgerin in den Dienst als Schulreferentin Anlass zu einem feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Stehcafé.

 

Superintendent Dr. Manuel Schilling fasst zu Beginn zusammen, was die Beiden eint: „Beide sind mit Leib und Seele sowohl Pfarrer und Pfarrerin als auch Pädagogen. Beide haben in Münster studiert. Beide haben viel Humor. Beide bewegen sich im gleichen Dunstkreis, so kann man sagen, denn sie sind Westfalen treu geblieben.“

 

Pfarrer i.R. Stefan Carl stammt aus Bruchsal in Baden. Nach Stationen unter anderem in Hüllhorst kam er nach Soest. Er war lange Jahre leidenschaftlicher Musiker im Posaunenchor sowohl in seinem Dienst als Pfarrer in Lübbecke als auch später in Soest. Seine Frau lernte er in Münster kennen. Nach dem Dienst für die Thomä-Gemeinde in Soest wurde er 2015 Schulreferent. Er lehrte in der Schule in Lippstadt und war auch in der Fortbildung aktiv. Als Ruheständler findet Carl nun endlich mehr Zeit für Familie, Musik, Reisen und als leidenschaftlicher Feinschmecker auch für den Genuss.

 

Pfarrerin Sandra Fedeler übernimmt das Amt von Stefan Carl. „Sie ist eine authentische bescheidene Person“, so Superintendent Dr. Manuel Schilling. „Geboren in Hamm hat ihr Lebensweg sie zur examinierten Krankenschwester, Theologin, Biologin, Lehrerin und so viel mehr geführt. In ihrer Biografie fällt auf: In 5 Jahresschritten arbeitete sie im Dienst der Kirche.“


Fedeler erzählte in einer kurzen Ansprache, dass das Konfi(rmanden)-Camp für sie ein besonderes Erlebnis war, in dem sie in der Vergangenheit Kraft, Hoffnung und Inspiration sammelte und beruflich bereits mit jungen Menschen arbeitete. Als Berufschullehrerin hat sie sich als Nachfolgerin von Stefan Carl bereits vorbereiten können auf die neuen Aufgaben. „Ich freue mich auf die Arbeit, die vor mir liegt“, strahlte Fedeler, „ich gehe diesen spannende Auftrag mit Motivation an und danke Stefan Carl für die tolle Vorarbeit, die er geleistet hat.“