Am Mittelkreis ein Halleluja

Erstellt am 27.11.2020

 

VON FRANK ALBRECHT

SUNDERN - Die Evangelische und die Katholische Kirche Sundern haben Großes vor – am 24. Dezember werden die Weihnachtsgottesdienste ökumenisch gefeiert. Und zwar im Sunderner Röhrtal-Stadion. Zu drei Zeiten gibt es jeweils Platz für 500 Besucher, die auf dem grünen Rasen ein besonderes Weihnachtsgefühl erleben sollen.

Ein Vorbereitungsteam aus beiden Kirchen hat sich dazu einen stimmigen Ablauf für die Gottesdienste überlegt. Premiere für diese ungewöhnliche Feier ist um 14 Uhr mit dem ersten von drei Terminen. Alle Gottesdienste werden allerdings wegen der Corona-Schutzbestimmungen nicht länger als 30 Minuten sein.

„Wir können derzeit trotz Corona noch Präsenz-Gottesdienste feiern, möchten aber für Weihnachten etwas ganz Besonderes“, stellte Pfarrer Martin Vogt von der Evangelischen Kirchengemeinde Sundern das außergewöhnliche Projekt vor. Für den katholischen Amtsbruder Pfarrer Stefan Siebert ist die Motivation dieser gemeinsamen Feier klar: „Keiner soll uns zu Weihnachten durch die Lappen gehen“, so Pfarrer Siebert, der auf die Erfolge zahlreicher ökumenischer Veranstaltungen in Sundern zählt. Viel Unterstützung erhalten die Geistlichen und ihre Teams vom Hausherrn, dem TuS Sundern, der schnell bereit war, dieses ungewöhnliche Angebot am Weihnachtsabend zu unterstützen.

Längst schon haben die beiden Geschwisterkirchen aus Sundern ihre Zusammenarbeit bei einigen Veranstaltungen gefestigt. Beispiele dafür sind der gemeinsame Pfingstmontag am Sorpesee sowie die wöchentliche geistliche Verschnaufpause, die jeden Donnerstag zur Markt-Zeit in der Johannes-Kirche geboten wird. „Dies ist jetzt aber das absolute Highlight – Weihnachten zusammen im Stadion“, freuen sich Pfarrer Vogt und Pfarrer Siebert auf den Tag.

„Wir werden alles daran setzen, im Stadion für eine weihnachtliche Atmosphäre zu sorgen“, so die katholische Gemeindereferentin Barbara Fisch. Durchaus eine Herausforderung, den grünen Rasen und das Drumherum festlich zu gestalten. Zelebriert wird der Weihnachtsgottesdienst von einer Bühne herunter, die dazu im Stadion aufgestellt wird.

Von der Idee und ihrer Umsetzung mussten die Akteure der Sunderner Kirchen nicht groß überzeugt werden. „Das wird ein Gottesdienst, bei dem bis zu 500 Besucher im Stadion möglich sind“, freut sich Pfarrer Martin Vogt. Und es werde ein Gottesdienst sein, bei dem das gemeinsame Singen unter freiem Himmel möglich ist, ergänzt Gemeindereferentin Monika Hake.

Auf den Liedzetteln, die am Eingang an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt werden, stehen die Klassiker „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“. Soviel Singen müsse sein. Um das gemeinsame Weihnachtsgefühl auch wirkliche entstehen zu lassen, wird das Singen der Lieder instrumental  begleitet.

 

„Der Gottesdienst im Stadion hat ein großes Potential, daran wird man sich noch lange zurück erinnern!“ – Pfarrer Martin Vogt, Ev. Kirchengemeinde Sundern

 

Die Durchführung der drei Weihnachtsgottesdienste am 24. Dezember ist mit dem Ordnungs-Amt der Stadt Sundern abgestimmt. So wird der Einlass zu jedem der Gottesdienste, die um 14 Uhr, 16 Uhr und 17.30 Uhr stattfinden, durch das große Tor links neben dem Haupteingang erfolgen. Dort erhalten alle Besucher den Liedzettel und eine Kerze für die eigene Weihnachtsfeier zuhause. Nach dem Gottesdienst werden die Besucher über zwei Ausgänge wieder nach draußen gebeten, damit soll eine Gedränge und ein Unterschreiten des Mindestabstandes verhindert werden.

Für Fragen und die Organisation des Aufstellens für den Gottesdienst wird im Stadion ein Ordnungsdienst aus ehrenamtlichen Kirchenmitgliedern aktiv. Für den reibungslosen Ablauf und die Organisation hat sich das Vorbereitungsteam um die Pfarrer Vogt und Siebert Rat beim Hausherrn, dem TuS Sundern geholt. Neben Gesprächen mit Stefan Voß, Eric Wachholz und Klaus Hoffstetter vom TuS Sundern gab es auch einen Ortstermin, auf dem der Ablauf besprochen wurde.

„Wir haben bewusst drei Termine für die Weihnachtsgottesdienste im Angebot, um auch Familien mit Kindern für eine Teilnahme erreichen zu können“, so Pfarrer Martin Vogt. Damit an allen Plätzen der Gottesdienst gut zu verfolgen ist, findet eine Übertragung auf eine Leinwand statt. „Der gesamte Vorbereitungskreis ist voller Vorfreunde“, so der evangelische Gemeindepfarrer Martin Vogt. Er hoffe, dass sich das nun auch auf die Gemeinden übertagen werde.

Nützliche Hinweise:

Die ökumenischen Gottesdienste am 24. Dezember finden um 14 Uhr, 16 Uhr und 17.30 Uhr statt

Keiner der Gottesdienste unter freiem Himmel soll länger als 30 Minuten dauern

Während des Gottesdienstes darf auch gesungen werden; Einmal-Liedzettel werden am Eingang verteilt

Einlass und Ausgang sind geregelt, ein Ordnerteam aus den Kirchengemeinden steht helfend bereit

Der Open-Air-Gottesdienst soll auch live im Internet gestreamt werden können

Die „normalen“ Gottesdienste der Evangelischen Kirche Sundern an Weihnachten finden am 1. Weihnachtsfeiertag um 10.30 Uhr in der Hubertuskirche Stemel und am 2. Weihnachtsfeiertag um 10.30 Uhr in der Pankratiuskirche Stockum statt

 

 

Pfarrer Martin Vogt, Gemeindereferentin Monika Hake, Pfarrer Stefan Siebert, Gemeindereferentin Barbara Fisch und Eric Wachholz vom TuS Sundern freuen sich auf das gemeinsame Erlebnis am Heiligen Abend im Stadion. Fotos: Frank Albrecht

Das Röhrtalstadion des TuS Sundern wird zu Heiligabend Schauplatz eines Ökumenischen Gottesdienstes der Geschwisterkirchen in Sundern.