Die Unwillkommenen / Fluchterfahrungen damals und heute

Erstellt am 29.10.2019

MESCHEDE. Dass sie selbst Flüchtlingsenkelin ist und ihre Großeltern aus Ostpreußen und Oberschlesien flohen, spielt in Bettys heilem Familienleben keine Rolle. Bis im Sommer 2015 plötzlich der Vater einer syrischen Flüchtlingsfamilie vor ihr steht. Auf einmal ist alles ganz nah: der Krieg, der Islam, die Politik, Termine beim Jobcenter. Betty und ihr Mann helfen, eine Freundschaft entsteht.

Doch nicht überall ist die Familie Ibrahim so willkommen wie in Bettys Familie. Und ihre eigene Familiengeschichte lässt Betty plötzlich auch nicht mehr los ... Auf Einladung der Evangelischen Erwachsenenbildung liest die Autorin, Lyrikerin und Filmerin Marina Jenkner aus ihrem Buch „Die Unwillkommenen“ und legt dabei ein umfassendes Flucht-Mosaik vor: von den Flüchtlingen damals und heute und von denen, die sie willkommen heißen.

Eingerahmt und begleitet wird die Autorenlesung am 8. November um 18.30 Uhr im Gemeinsamen Kirchenzentrum Meschede, Kastanienweg 6 von einem Gespräch zwischen Moderatoren und Publikum, das sich auf eine vorsichtige und sensible Spurensuche begibt.

Flucht- und Kriegserfahrungen bergen großes Leid. Aber auch einen unfreiwilligen Erfahrungsschatz. Und vielleicht  können wertvolle Hinweise für heutige Geflüchtete und ehrenamtlichen Helfer*innen gefunden werden. Der Eintritt zur Autorenlesung beträgt 5 Euro.

 

 

 

Fluchterfahren - damals wie heute stehen im Mittelpunkt einer Autorenlesung in Meschede.