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Wenn die Orgel brausen darf
23.4.2026
„Freundeskreis“ unterstützt Kantorei an St. Petri bei ambitionierten Projekten

Soest. Nach dem großen Jahreskonzert der Kantorei an St. Petri (UK hat ausführlich berichtet) hielt jetzt der Förderverein, der „Freundeskreis der Kantorei an St. Petri e.V.“, seine Jahreshauptversammlung ab. Kantorin Annette E. Arnsmeier konnte der Versammlung in ihrer musikalischen Rückschau von zahlreichen Auftritten der Kantorei im Jahr 2025 berichten, bei denen der Förderverein organisatorisch und finanziell unterstützend tätig wurde.
Besonders bei dem arbeits- und kostenintensiven Oratorienkonzert im Juli mit Kirchenmusik von Wolfgang Amadeus Mozart war diese Unterstützung sehr willkommen. Laut Rechenschaftsbericht des Vorstands beteiligte sich der Verein mit über 4000 Euro an den Kosten für dieses geistliche Konzert, organisierte Vorverkauf, Werbung und vieles mehr. Zusätzlich übernahm er einen Teil der Kosten für ein Probenwochenende auf Haus Düsse.
Die Vorschau der Kantorin auf das Jahr 2026 war teilweise bereits eine Rückschau, denn das größte Konzert in diesem Jahr, die Johannespassion von Johann Sebastian Bach, fand bereits am Palmsonntag in der voll besetzten Petrikirche statt. Der „Freundeskreis“ stellte auch für dieses Konzert eine Kostenbeteiligung in Aussicht.
Neben Auftritten in Gottesdiensten und Andachten plant die Kantorei für 2026 noch ein weiteres Konzert: Am 1. Advent feiert die große Späth-Orgel ihren 20. Geburtstag. Dazu will ihr der Chor gemeinsam mit dem befreundeten Organisten Daniel Tappe gratulieren. Mit „Laudes organi“ (Lob der Orgel) des ungarischen Komponisten Zoltán Kodály (1882-1967) hat Kantorin Arnsmeier dafür ein Werk gefunden, das besser nicht passen könnte: „Da darf die Orgel brausen, und der Chor darf zeigen, was er kann“, machte sie Lust auf das Projekt.
Zum Schluss wagte die Kantorin noch eine Vorschau auf 2027: Sie kündigte ein erstes großes Gemeinschaftsprojekt mit der von Roger Bretthauer geleiteten Kantorei Lippstadt an. Geplant sind zwei Aufführungen von Mendelssohns „Elias“ am 10. Oktober in Lippstadt und am 17. Oktober in Soest – mit über 100 Sängern und einem 35-köpfigen Orchester. Ohne Unterstützung durch den „Freundeskreis“ werde es bei diesem Mammutwerk nicht gehen, mutmaßte sie.
Da war es beruhigend, dass Kassenführer Dr. Paul Lerch einen soliden Kassenstand melden konnte. Die Kassenprüferin Elke Pfeiffer berichtete über ihre gemeinsame Prüfung mit Kassenprüfer Gerald Klemm und bestätigte Dr. Lerchs einwandfreie Buchführung. Er wurde einstimmig von der Versammlung wiedergewählt. Turnusmäßig stand auch das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden zur Wahl, für das die bisherige Amtsinhaberin Angelika Rode aus familiären Gründen nicht mehr kandidierte.
Die Vorsitzende Kornelia Wendt bedankte sich mit herzlichen Worten bei ihrer Stellvertreterin für ihren langjährigen Einsatz als Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende in der Vergangenheit. Einstimmig wurde sodann der bisherige Beisitzer Axel Buddemeier, dessen großes Engagement mehrfach hervorgehoben wurde, zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig wurden Angelika Rode zur Beisitzerin und Rainer Wilms zu Kassenprüfern gewählt. Wahlleiter Dr. Hermann Buschmeyer freute sich, dass so problemlos alle zur Wahl stehenden Ämter besetzt werden konnten.
Der Vorstand:
Vorsitzende: Kornelia Wendt, Stellvertretender Vorsitzender: Axel Buddemeier, Kassenführer: Dr. Paul Lerch, Schriftführerin: Bettina Casdorff, Beisitzer: Karin Riepe, Jill Holsman und Angelika Rode
Die Kassenprüfung übernehmen in Zukunft Gerald Klemm und Rainer Wilms. Unter der Internetadresse www.kantorei-petri-soest.de pflegt der „Freundeskreis“ eine Homepage für die Kantorei.
