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Premiere mit Inklusions-Projekt

27.5.2026

Macher des Projektes sind zufrieden und wollen Festival wiederholen

Gute Laune beim Benefiz-Freiluft-Event für mehr gelebte Inklusion: Hier hat sich der Vorstand der Möhneschützen mit Co-Organisator Thorsten Möllmann (Mitte) zusammengestellt. · Fotos: Thomas Brüggestraße

Von Thomas Brüggestraße

 

Möhnesee. Mit Rückenwind geht's leichter. Gemeinsam was anschieben, damit der Begriff „Inklusion“ und der Gedanke, der sich damit verbindet, mehr unter die Leute kommt, mehr Alltag wird - so normal, dass man sich nicht mehr groß drüber unterhalten muss. Darum ging es den drei Freunden, die den Verein „Ordinary Guardians“ gegründet haben. Die drei Freunde, das sind die Motorradfahrer Thorsten Möllmann, Mario Hoffert und Wilko Frenzel.

 

 Am Pfingstsamstag haben sie das erste große Freiluft-Event in Körbecke im Seepark auf die Beine gestellt. Viele Aussteller waren da, viele richtig PS-starke Motorräder: Ja, die drei Freunde sind Biker. Aus Spaß am Fahren und weil das Leben so schön ist. Von zehn Uhr morgens bis abends um zehn gab es Informationen an den Ständen, Leckeres und Erfrischendes an den mobilen Theken und Ständen.

 

Ein buntes Programm auf der Bühne: Podium, einen Musicalworkshop vormittags und nachmittags zwei bejubelte Vorstellungen. Ein Spezial-Segelboot vom Yachtclub Möhnesee, dort ist Inklusion schon länger Programm. Abends die Band „Kontraste“ aus Soest und aus Hamm „Aphelion“ — zwei Mal rockige Statements vor malerischer Kulisse und bei Badehosenwetter: Die Sonne strahlte den ganzen Tag nach Kräften.

Der Landrat war da, der Bürgermeister auch, ein Weltmeister, eine WDR-Moderatorin achtete auf den Zeitplan und dass alles wie am Schnürchen lief. Zu schauen gab es auf jedem Meter was, überall kam man problemlos ins Gespräch: Die Laune war bestens.

Rollstuhlsportgruppe bedankt sich mit Videoclip

Die „Crazy Dorlins“, eine Rollstuhl-Sportgruppe aus Berlin, die für inklusiven Sport steht, machte den Veranstaltern mit einem Clip für die digitalen Medien ein ganz besonderes Geschenk. „Ich war erst mal eine ganze Zeit völlig sprachlos“, sagte Mit-Initiator Thorsten Möllmann am Pfingstmontag am Telefon — mitten in der Geburtstagsfeier hatte er Zeit für ein Interview mit MöhneReport. Er hat die „Dorlins“ gefragt: MöhneReport durfte das Video auf seinen digitalen Kanälen teilen.

 

„Wir sind jetzt sieben Leute beim Verein Ordinary Guardians“, sagte Thorsten Möllmann. „Und Stand heute können wir schon sagen: Die ersten großen Ziele sind erreicht: Die Menschen reden drüber.  Es war einfach mega: Viele Menschen, viele richtig gute Gespräche, immer wieder auch das Bekenntnis von Leuten, dass sie was mitnehmen können für sich, für ihre Einstellung, für einen etwas anderen Blick aufs Mitmachenlassen. Wir haben noch gar keinen Überblick, was an Spenden übrig bleibt, was genau wir verteilen können. Dass wir was verteilen können, das steht jetzt schon fest.“

 

Möllmann weiter: „Und für uns steht fest: Wir machen das weiter, was wir jetzt angefangen haben, so ein Event soll es nochmal geben. Vielleicht nicht jedes Jahr, sonst läuft sich das vielleicht müde.“

 

Wie war es vom Aufwand her? Möllmann: „Wir sind zufrieden für das erste Mal. Man kann immer was besser machen. Wir bleiben da mit allen im Gespräch. Vielleicht auch wegen der Sperrung - das war sehr konsequent, den ganzen Ort zu sperren. Muss man mal überlegen fürs nächste Mal. Aber es ist auch gut angekommen, dass Ruhe war auf der Straße, dass wir ungestört und in Ruhe feiern konnten.“

 

Kann man schon ein Fazit ziehen? Möllmann: „Wir können sagen, dass wir unser Ziel erreicht haben, Inklusion zum Thema zu machen. Mehr muss sich zeigen, und wir haben auch noch nicht alles ausgewertet — es gab ja auch noch diese Charity-Wanderung vom Lions-Club, da kommen auch noch Informationen. Und dann schauen wir mit dem Verein, wie das jetzt mit der Aufnahme neuer Mitglieder läuft. Ich bin zufrieden, wir drei sind zufrieden, der Verein ist zufrieden. Wir machen das weiter....“

 

Der Erlös des Benefiz-Events soll ihnen helfen: Chiara Hoffert sitzt im Rollstuhl, braucht Geld für einen teuren Kfz-Umbau, damit sie mobil wird. Lara und ihre Familie sollen unterstützt werden: Lara liegt im Wachkoma, die Familie kümmert sich - es fordert und zehrt an den Kräften. Ein inklusives Wohnprojekt in Soest soll unterstützt werden: Die Aktiven hinter „Lebens(t)raum“ können jede Unterstützung gebrauchen

Die „Apocalyptic Marauders“ entspringen thematisch der Zeit nach dem Ende der Zeit. „Wir reisen von Festival zu Festival, und dieses hier war uns wichtig. Inklusion ist wichtig“, erzählte Karlo aus Aschaffenburg. Weitere Mitglieder der Gruppe kommen unter anderem aus Dortmund, aus Erlangen (mit der korrekten Betonung auf „langen“) und aus Nürnberg.

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