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Lasst uns reden
15.10.2026
Vor der Landtagswahl gehen Kirche und Diakonie gemeinsame „auf Tour“

Kirchenkreis. (drh) - „Lasst uns reden“ ist zunächst ganz simpel eine Aufforderung, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Lasst uns reden“ ist aber derzeit im Kirchenkreis noch viel mehr: nämlich der Name der gemeinsamen evangelischen Initiative von Kirchenkreis Soest-Arnsberg und Diakonie Ruhr-Hellweg zur Landtagswahl in NRW. Kirche und Diakonie setzen sich vereint für Menschenfreundlichkeit, Zusammenhalt und Demokratie ein. Ein wichtiges Anliegen für beide.
Dazu wird es eine große Tour durch die neun Regionen des gesamten Kirchenkreises und einen eigenen „Rede-Wagen“ geben. „Zunehmende Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Populismus machen uns als Kirche und Diakonie große Sorgen. Wir setzen antidemokratischen Tendenzen, Hass und Hetze etwas entgegen und setzen uns mit unserem Menschenbild, mit unseren Werten wie Menschenfreundlichkeit und Zusammenhalt und unserer christlichen Haltung für die Demokratie ein“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Superintendent Dr. Manuel Schilling und Diakonie-Vorstand Christian Korte.
Der „Rede-Wagen“ wird ab Februar 2027 samstags auf Tour durch den Kirchenkreis gehen und in vielen Gemeinden und an vielen Orten Halt machen. Den Machern geht es dabei vor allem ums Zuhören, denn reden sollen die Besucherinnen und Besucher des Wagens. Dr. Schilling: „Wir möchten hören, was die Menschen umtreibt, welche Sorgen die haben, was ihnen Angst macht und auch, welche Hoffnungen er oder sie haben.“
Derzeit laufen die Planungen, die Termine werden in den jeweiligen Regionen und Kirchengemeinden noch besprochen und abgestimmt. Fest aber steht bereits: Anfang Februar wird es losgehen. Der Auftakt wird in Lippstadt sein.
Für das Projekt werden engagierte Gemeindemitglieder gesucht, die Lust haben, am „Rede-Wagen“ mit anderen ins Gespräch zu kommen, die Interesse an der Begegnung mit unterschiedlichen Menschen haben und sich zutrauen, nicht an den anderen Meinungen und festen Positionen Halt zu machen, sondern über die zugrundeliegenden Nöte und Sorgen zu reden und gleichzeitig Haltung als Christinnen und Christen zu bewahren.
Die Engagierten werden am 16. und 30. Januar im „Haus der Diakonie in Soest“ in der Gesprächsführung geschult. Anmeldung und weitere Informationen: Anne Berk (Erwachsenenbildung im Kirchenkreis), Telefon: 02921 396-170 oder E-Mail bildung@evkirche-so-ar.de. Anmeldungen sind auch unter www.ebsoar.de möglich.
Auf dem Instagram-Kanal der Diakonie Ruhr-Hellweg kann man der Initiative „Lasst uns reden“ und dem „Rede-Wagen“ demnächst folgen und auch die Termine und weitere geplante Aktionen dort sehen.
