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Du bist ein Geschenk

29.10.2026

Kirchengemeinden können sich Rucksack ausleihen

Der Konfi-Rucksack ist zum ersten Mal am Konfi-Nachmittag von Pfarrerin Leona Holler (Mitte rechts) und Teamerin Antonia Dahlhoff (rechts) im Einsatz und soll ab jetzt auf die Reise durch die Kirchengemeinden gehen. Kathrin Dohle (links) und Udo Sedlaczek von der Diakonie Ruhr-Hellweg freuen sich auf viele spannende Begegnungen. Foto: drh

Kirchenkreis Soest-Arnsberg. „Du bist ein Geschenk“, unter diesem Motto steht der „Konfi-Rucksack“, den die Diakonie Ruhr-Hellweg ab jetzt auf die Reise durch die Kirchengemeinden in der Region schickt. Konfirmandinnen und Konfirmanden nehmen anhand des Rucksacks das Thema Diakonie in ihrer Vorbereitung auf die Konfirmation durch, dürfen beim evangelischen Wohlfahrtsverband mitmachen und bekommen ganz nebenbei zwei wichtige Botschaften mit an die Hand: Anderen zu helfen tut mir selbst auch gut und die Diakonie „hilft nicht nur alten Menschen“. Im Konfi-Nachmittag von Pfarrerin Leona Holler in der Evangelischen St.-Petri-Pauli-Kirchengemeinde fiel jetzt der Startschuss für das Projekt. 

 

Der Rucksack, das ist den Machern wichtig, ist weit mehr als eine Materialiensammlung mit schnödem Info-Input. Ausgestattet mit zwei Tablets, Schokoriegeln und einem Paar Ofenhandschuhen (das Geheimnis um die Handschuhe wird direkt zu Beginn des Unterrichts gelüftet), Spielkarten, Videoclips und vielem mehr erfahren die Konfis Interessantes über ihre Diakonie hier vor Ort und erarbeiten sich einiges an Wissen selbst. 

 

„Wir möchten sie da abholen, wo sie stehen“, erklärt Kathrin Dohle, Leitung der Unternehmenskommunikation der Diakonie Ruhr-Hellweg. „Wir haben kleine Challenges vorbereitet, die die Konfis fotografisch oder filmisch umsetzen können. Wenn die Gruppen Lust haben, dürfen sie ihre Ergebnisse sogar auf unserem Diakonie-Instagram-Account veröffentlichen.“ Ein weiterer Baustein sei die Mitwirkung: „Wir möchten, dass die Jugendlichen ihre Diakonie auch selbst erleben und mitgestalten“, so Dohle. 

 

Und da kommt auch die Botschaft „Du bist ein Geschenk“ ins Spiel: „Uns hat mal eine Schülerin bei einem Vortrag überrascht und zum Nachdenken angeregt, indem sie gesagt hat: Es tut mir selbst auch gut, andern zu helfen“, erzählt Udo Sedlaczek, zuständig für die Gemeindearbeit bei der Diakonie. 

 

Und das sollen die Konfis tun: in einem Arbeitsbereich der Diakonie an einem Nachmittag mithelfen. „Sie können für ältere Menschen einkaufen oder ihnen etwas aus der Zeitung vorlesen. Oder sie verkaufen Kuchen bei einer Adventsfeier im Paradies-Kindergarten in Soest oder melden sich für das „Team Nachhaltigkeit“ an und erarbeiten Ideen, wie die Diakonie Ruhr-Hellweg noch mehr für Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung tun kann. Und ganz nebenbei lernen einige auch ein paar Worte in Gebärdensprache, wenn sie sich für die Unterstützung bei unserer Hörbehindertenberatung entscheiden“, so Sedlaczek.

 

Der Auftakt im Petrushaus mitten in Soest lief richtig gut. Pfarrerin Leona Holler: „Diakonie ist ein wesentlicher Teil von Kirche und für mich als Thema auch ein wichtiger Baustein der Konfi-Arbeit. Als die Diakonie Ruhr-Hellweg mir das Projekt vorgestellt hat, fand ich die Idee spannend. Wir haben hier einen Rucksack voller Materialein, der altersentsprechend aufgebaut ist und die Arbeit der Diakonie sehr gut vermittelt. Zudem glaube ich, dass der Rucksack nachhaltig wirkt, da die Konfis nicht nur Informationen bekommen, sondern mitmachen und gestalten dürfen.“

 

Und auch die Konfis, die im nächsten Jahr ihre Konfirmation feiern, sind begeistert – und darum geht es ja schließlich. Am Ende erzählen sie, dass sie gar nicht wussten, „wo die Diakonie überall hilft und dass die so groß sind.“ „Das erleben wir immer wieder. Viele Menschen denken, dass wir fast nur in der Altenpflege tätig sind“, so Kathrin Dohle.

 

„Dass wir zum Beispiel auch nachts in der TelefonSeelsorge für andere da sind, Kitas betreiben und Ferienstätten auf Spiekeroog haben, in der OGS-Betreuung arbeiten, Paar- und Lebensberatung, Sucht- und Schuldnerberatung anbieten, ein Frauenhaus und Trauergruppen für Kinder und Jugendliche und vieles mehr haben, darüber sind sich die meisten nicht im Klaren.“ Am Ende gibt es – natürlich – auch noch ein Überraschungs-Geschenk für die Konfis und die Pfarrerinnen und Pfarrer. 

 

Der Rucksack soll nun auf die Reise gehen und kann ausgeliehen werden. Die Diakonie Ruhr-Hellweg ist in den drei Kirchenkreisen Soest-Arnsberg, Hamm und Unna aktiv. Der Rucksack ist in allen Kirchenkreisen anwendbar und mit den Angeboten vor Ort direkt verknüpft. Gemeinden und Konfi-Beauftragte, die sich den Rucksack ausleihen möchten, können sich bei Udo Sedlaczek unter der E-Mailadresse usedlaczek@diakonie-ruhr-hellweg.de oder Telefon 0151/163 145 86 melden. 

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