Flüchtlingsarbeit

„Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst, denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.“ (Lev 19,33 ff)

Geflüchteten Schutz zu gewähren, sie zu achten und sich für ihre Lebensrechte einzusetzen, gehört seit Urzeiten zum Selbstverständnis von Kirche.

Durch die hohe Anzahl von Geflüchteten und das große Engagement von Ehrenamtlichen in den Gemeinden, haben die Ev. Kirchenkreise Soest und Arnsberg 2016 in der Flüchtlingsarbeit zwei Teilzeitstellen mit folgenden Arbeits- und Aufgabenschwerpunkten eingerichtet:

  • Unterstützung der Ehrenamtlichen in den Ev. Gemeinden, Organisation von Vernetzung- und Austauschtreffen, um das Erlebte, das oft auch mit Belastungen verbunden ist,  reflektieren zu können und die Motivation zu stärken

  • Entwicklung von Fortbildungsangeboten zur fachlichen Qualifikation von Ehrenamtlichen in z.B. ausländerrechtlichen Fragestellungen, Umgang mit Abschiebungen, Begegnung mit traumatisierten Menschen, Herausforderungen interkulturellen Zusammenlebens.

  • Aktuelle Flüchtlings – und Asylpolitik sowie kirchliche Stellungnahmen dazu kritisch verfolgen, diese im Kirchenkreis, in die Gemeinden sowie in die Presse einbringen

  • Gemeinden beim Thema Kirchenasyl begleiten, Informationen über den aktuellen Stand der Gesetzeslage weiterleiten

  • Synodalbeauftragung Flüchtlingsarbeit, Vernetzung mit der Landeskirche, Diakonie, Ökumene und Selbstorganisationen von Geflüchteten

  • Interkulturelle und interreligiöse Begegnung initiieren durch Organisation von gemeinsamen Gottesdiensten und anderen Vielfalt -  Veranstaltungen

Einladung zur Onlineveranstaltung am 15.04.2021: Da müssen wir gemeinsam durch…Austausch über das Leben mit dem Virus

Die Coronapandemie hat unser Leben stark verändert. Die Einschränkungen und Auswirkungen betreffen alle Menschen in unserer Gesellschaft. Die ganze Welt steht Kopf, seit einem Jahr.

So etwas haben wir noch nicht erlebt. Wir sind geschockt, hilflos und machen die Erfahrungen, dass unser Leben zerbrechlich sind. Große Sorgen und Unsicherheiten begleiten uns. Wir hören eine Flut von Nachrichten, müssen mit der Angst vor Ansteckung leben lernen.

An diesem Abend wollen wir die Situation von Geflüchteten und ihren ehrenamtlichen Unterstützer-* innen besonders in den Blick nehmen:

‐ Was ist und war in der Krise für Sie besonders belastend und schwierig?
‐ Wie erleben Sie Isolation und Kontaktverbote?
‐ Was macht Ihnen Sorge?
‐ Was gibt Ihnen Kraft und lässt Sie durchhalten?
‐ Welche Rolle spielt dabei Ihr Glaube?
‐ Welche Chancen und positiven Entwicklungen für unsere Gesellschaft sehen Sie in der Krise?
- Welche Visionen und Ideen haben Sie für die Zeiten, wo man sich wieder treffen kann?

Donnerstag, 15.04.2021
18.00 ‐ 20.15 Uhr
Onlineveranstaltung


Nach der Anmeldung erhalten Sie über Zoom einen Teilnahmelink. Um an dem Seminar teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Browserzugang, eine Kamera und einen Lautsprecher.


Zielgruppe:
Geflüchtete, Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit, Interessierte


Anmeldung bis 12.04.2021
Bevorzugt per Email:elisabeth.patzsch@evkirche‐soar.de
Tel.: 0151/67402893


Die Teilnahme ist kostenlos.

Flyer

GOTT, DU GROSSE LIEBE, DU MIT VIELEN NAMEN, WIR BETEN ZU DIR

Jetzt läuft unser Schiff aus.

Die Sea-Watch 4.

Sie soll Menschenleben retten.

Wir bitten dich für die, die auf der Sea-Watch4 arbeiten:

Mach sie weiter mutig, geistesgegenwärtig und stark.

Danke, dass es sie gibt.

 

Wir bitten dich für die Menschen, die übers Mittelmeer fliehen,

die in den kaputten Booten:

die Erwachsenen, die Jugendlichen, die Kinder und Babies.

Beschütze sie. Sei ihnen nah.

Danke, dass es sie gibt.

Und wir bitten dich für die in Europa, die Macht haben,

die etwas grundsätzliches ändern könnten:

Ministerinnen, Diplomaten, Regierungschefs, Beraterinnen.

Berühre ihre Herzen. und berühre unsere.

So lang, bis Gerechtigkeit ist und Frieden.

AMEN.

 

Elisabeth Patzsch

Kastanienweg 4
59872 Meschede

✆ 0151/67402893

 

✉ E-Mail

Spendenschiff "Eva" erzählt

Spendenschiff zur Unterstützung von United4Rescue unterwegs im Kirchenkreis

Nach Zahlen des UNHCR sind seit 2002 über 35.000 Menschen bei ihrem Fluchtversuch über das Mittelmeer ums Leben gekommen.

„In Zeiten, in denen politisch Verantwortliche in ganz Europa keine Antwort auf das Sterben im Mittelmeer geben, ist es umso beeindruckender, dass die Zivilgesellschaft handelt.“ Aminata Touré, Vizepräsidentin des Landtages Schleswig – Holstein, Taufpatin der Sea - Watch.

Auf dem Evangelischen Kirchentag in Dortmund im Juni 2019 wurde angesichts des dramatischen Sterbens im Mittelmeer in vielen bewegenden Veranstaltungen die Kampagne #Wir schicken ein Schiff angestoßen. Im November 2019 gründete sich der gemeinnützige Trägerverein „Gemeinsam Retten“, dem inzwischen 472 zivilrechtliche Organisationen angehören und Spenden sammeln. Im Januar 2020 kaufte das Bündnis vom Land Schleswig – Holstein das ehemalige Forschungsschiff Poseidon. Im Februar 2020 wurde es auf den Namen Sea Watch – 4 getauft und ins Mittelmeer überführt.

Neben dem eigenen Schiff unterstützt das Bündnis auch andere zivile Seenotrettungseinsätze.
Der Diakonieausschuss hat den Kirchenkreis gebeten, Bündnispartner bei United4Rescue zu werden.
Das individuelle, von mehreren Händen gestaltete Spendenschiff mit der Aufschrift auf dem Segel „Man lässt keinen Menschen ertrinken! Evangelischer Kirchenkreis Soest – Arnsberg – Vereint in Rettung. Danke.“ reist durch den Kirchenkreises, um das Thema Seenotrettung in die Gemeinden bringen und um Spenden zu bitten.

 

Weitere Infos zu dem Bündnis unter www.united4rescue.com