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Auszeichnung für das Beiern

12.2.2026

Immaterielles Kulturerbe Deutschland – Glockenmusik

„Immaterielle Kulturerbe Deutschland – Glockenmusik“ - mit dieser ganz besonderen Auszeichnung ist die Tradition des Beierns in Schwefe nun geadelt worden. Foto: Sandra Goerdt-Heegt

Schwefe. Die Mitglieder des Schwefer Kirchspiels haben aktuell allen Grund zum Strahlen. Wurde doch das Nachtgesangläuten zum „Immateriellen Kulturerbe Deutschland – Glockenmusik“ ausgezeichnet.

 

Um diese Auszeichnung entsprechend zu würdigen und zu feiern, waren alle Gemeindemitglieder eingeladen, noch einmal am Beiern der Glocken in der St. Severin Kirche an Lichtmess teilzunehmen.

 

„Ich freue mich wirklich sehr, dass unser Nachtgesang diesen Zuspruch gefunden hat, und wir die Auszeichnung bekommen haben“, so Initiator Alexander Baimann. Er gehört ebenfalls zu dem altersgemischten Team, dass sich mit der Kunst des Beierns beschäftigt und jedes Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit diese Tradition hochhält.

 

Beim Beiern, das Kraft, Geschick und Rhythmusgefühl gleichermaßen erfordert, werden die bronzeschweren Klöppel über Seilzüge mit Händen und Füßen gegen den Schlagring – die dickste Stelle der Glocke – geschlagen.

 

Das Nachtgesangsläuten geht auf die Rettung einer Nonne aus dem Kloster Paradiese zurück, die sich im Dunkeln verlaufen hatte und ohne das Läuten der Schwefer Glocke nicht den Rückweg gefunden hätte. Jetzt freut sich Beier-Team auf eine weitere Vernetzung mit anderen, die auch diese Tradition pflegen. (sgh)

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