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Ein ganz starkes Zeichen

19.2.2026

Gottesdienst in Bestwig und Soest für die Opfer der Proteste im Iran

Gemeinsam haben Elisabeth Patzsch und Mehrdad Sepheri Fard den Gottesdienst in Bestwig gestaltet.

Bestwig/Soest. Die Bilder, die allabendlich aus den Nachrichten in die Wohnzimmer flimmern, machen fassungslos: Ein Volk begehrt gegen seine tyrannische Regierung auf und wird gnadenlos niedergemetzelt. Über 20.000 Menschen sind Schätzungen zufolge bei den Protesten im Iran gestorben – oder genauer: vom Staatsapparat ermordet worden.

 

Unter den schlimmen Bildern aus Teheran und anderen Städten leiden auch die Menschen, die aus dem Iran geflohen sind und hier im Westen Zuflucht gefunden haben. Mit einem Klagegottesdienst in der Kreuzkirche in Bestwig haben jetzt Ehrenamtliche, die sich um Geflüchtete kümmern, ihre Solidarität gezeigt.

 

Am Gottesdienst nahm auch Mehrdad Sepheri Fard teil, der bei der Evangelischen Kirche von Westfalen für iranische Christen zuständig ist. Gemeinsam mit den Anwesenden betete er in Gedenken an die im Iran Getöteten.

 

„Das war ein ganz starkes Zeichen“, sagt Elisabeth Patzsch, beim Kirchenkreis Soest-Arnsberg für Geflüchtete zuständig. Der Gottesdienst, in dem auch der Menschen in Syrien und der Ukraine gedacht wurde, wurde zweisprachig abgehalten.

 

Die Texte“, so Patzsch, „haben alle tief bewegt.“

Auch in Soest, beim inzwischen schon traditionellen deutsch/iranischem Café wurde der Opfer der Proteste gedacht. Patzsch: „Es tat den Teilnehmenden sichtlich und hörbar gut, dass sie ihre Trauer, Wut und Verzweiflung einmal in Worte fassen konnten.“

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