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Klang- und Wortkunst

21.5.2026

Pfarrer Casdorff begibt sich wieder auf literarisch musikalische Reise

Nadja Dust wird (begleitet von Bettina Casdorff) immer wieder Texte und Musik von Franz Danzoí und Carl Maria von Weber einstreuen

Soest. „Jedem auf des Lebens Pfad einen Freund zur Seite!“: unter dieser Überschrift steht eine musikalisch-literarische Veranstaltung, die am Sonntag, 7. Juni, um 17 Uhr im Ardeyhaus (Paradieser Weg 84 in Soest) beginnt. Geschichten und Musik von vier Menschen wird es geben, an deren 200. Todestag in diesem Jahr zu denken ist.

 

Drei Jahrzehnte hatte Johann Peter Hebel in Karlsruhe die allerhöchsten Schul- und Kirchenämter inne. Und wäre doch am liebsten Dorfpastor gewesen im Wiesental seiner Kindheit nicht weit weg von Basel. Bis heute ist er berühmt für seine kurzen Kalendergeschichten, in denen mit freiem Ton das Menschliche gegen das Unmenschliche aufmuckt. Davon liest Christian Casdorff einige vor, und einige Stellen aus Hebels Briefen, die ihn als Genie der Freundschaft ausweisen.

 

Dazu spielt er mit seiner Frau Bettina Casdorff vierhändige Klaviermusik von Franz Danzoí und Carl Maria von Weber. Auch Danzi lebte bis zu seinem Tod in Karlsruhe. Sie standen in keinem Kontakt zueinander, weil Hebel sich erklärtermaßen für „unmusikalisch wie ein Ofenrohr“ hielt. Zwischen Danzi und dem deutlich jüngeren Weber gab es ein in zahllosen Briefen dokumentiertes Freundschaftsband der Sonderklasse.

 

Nadja Dust wird (begleitet von Bettina Casdorff) immer wieder kürze Gesänge von diesen beiden Freunden einstreuen - dazu auch welche von Louise Reichardt. Ihr hat der bis heute weltberühmte C.M.v. Weber mit „tiefer Verehrung“ einst einen ganzen Liederzyklus gewidmet. Alle vier starben im Jahr 1826 - ihre Klang- und Wortkunst ist unverwelkt.

Der Eintritt ist frei, ein Kollektenkorb steht am Ausgang bereit.

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