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Ein Abend voll klingender Harmonie

28.7.2026

Mescheder Abteisommer ohne Pauken, aber mit Trompete eröffnet

Trompeter Uwe Gasse überzeugte mit Orgelbegleitung durch Angelika Ritt-Appelhans bei „Andante und Allegro für Trompete und Orgel“ von Joseph Guy Ropartz.

Von Frank Albrecht

 

Meschede. Ein sommerliches Chor- und Orchesterkonzert hat jetzt in der Kirche der Abtei Königsmünster in Meschede den Abteisommer mit einer Kooperation des Evangelischen Kirchenkreises Arnsberg-Soest und der Abtei Königsmünster eröffnet. Trotz hoher Temperaturen fand das besondere Konzert den Zuspruch vieler Kulturfreundinnen und -freunde, die nach einem heißen Sommertag noch für eine ausverkaufte Abteikirche in Meschede sorgten. Unter dem Motto des Konzertabends „Innehalten. Danke sagen!“ standen auch die Grußworte zur Eröffnung.

 

Voller Erwartung auf einen außergewöhnlichen Abend wurde zuvor das große gesangliche Aufgebot – bestehend aus dem Projektchor des Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg und dem Oratorienchor Arnsberg sowie der Sopranistin Anna Schauerte – schon bei der Aufstellung mit minutenlangem Applaus gefeiert. Nicht weniger begeistert wurde im Anschluss das Junge Kammerorchester Meschede unter der Leitung von Tim Hüttemeister sowie die Instrumentalsolisten Henriette Böltz-Vogel (Oboe), Uwe Gasse (Trompete) und Angelika Ritt-Appelhans an der Orgel begrüßt.

 

Dr. Cosmas Hoffmann, seit August 2023 Abt des Benediktinerklosters, hieß die Besucherinnen und Besucher in der Abtei willkommen und erzählte die Geschichte vom Ende eines langen Sommertages, den viele tatsächlich erlebt hatten.

 

Er hob die besondere Stimmung des Sommers hervor und erinnerte an die guten und stärkenden Dinge, die den Menschen geschenkt worden sind. „Wir wollen heute gemeinsam den Abteisommer eröffnen“, so Abt Cosmas. Das Motto „Innehalten. Danke sagen!“ werde in der Mitte Konzertes in Form einer Pause praktiziert. Abt Cosmas dankte allen Beteiligten aus Chor und Orchester und sprach vor allem den Unterstützenden seinen Dank aus – der Stiftung Kirchenmusik im Sauerland, der Bürgerstiftung Meschede sowie der Annegret & Hans-Richard Meininghaus Stiftung. Der Abt hob hervor, dass das Konzert ein ökumenisches Projekt sei und wünschte allen Gästen einen angenehmen und klangreichen Konzertabend.

 

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar wurden die Gäste mit dem ersten Stück „Cantique de Jean Racine, Op. 11“ von Gabriel Fauré sofort von den warmen Tönen eingenommen. Von Beginn an überzeugten Chor und Orchester mit ihrer vollen Harmonie, die sich in den wundervollen Klangraum der Abteikirche verteilte.

 

Tim Hüttemeister, Leiter des Jungen Kammerorchesters Meschede, hatte die Vorstellung der Stücke übernommen und dirigierte nach dem gemeinsamen Auftakt zum zweiten Stück, der „St. Pauls Suite, op 29,2“ von Gustav Holst, seine Streicher:innen aus dem Jungen Kammerorchester. Sommerlich beschwingt war die Spielfreude aller Beteiligten nicht zu überhören und zu übersehen, wobei Zuhörenden nur an den lauteren Passagen aus ihren abendlichen Sommerträumen „geweckt“ wurden.

 

Bis zur Pause durften sich die Zuhörenden über ein sehr abwechslungsreiches Konzert freuen, das neben Chorgesang und Orchestermusik auch durch die Stücke für Oboe (Henriette Böltz-Vogel) und Orgel (Angelika Ritt-Appelhans) von Joseph Noyon und dem Solo-Auftritt von Trompeter Udo Gasse mit Orgelbegleitung bereichert wurde. Nach dem Stück „Ubi Caritas“ dirigierte Gerd Weimar das Publikum, das mit dem Lied „Ich lobe meinen Gott“ zum aktiven Mitsingen aufgefordert war

 

Im zweiten Teil des Konzertabends warteten das „Gloria“ von Antonio Vivaldi und ein Ausflug in die Musik des Barock. Fast durchgehend im Stehen spielten die Musikerinnen und Musiker des Jungen Kammerorchester und schon nach dem „Gloria in excelsis Deo“ war der Wunsch des Publikums zu applaudieren so stark, dass nur eine Handbewegung des Dirigenten den ungestörten Weiterlauf der Musik ermöglichte. Ausschließlich dem „Gloria D-Dur, RV 589“ von Vivaldi war die zweite Hälfte des Konzertes gewidmet. Neben dem beeindruckenden Gesang der Chöre sorgte auch Sopranistin Anna Schauerte für allerhöchste gesangliche Wohlfühlatmosphäre.

 

Mit den Klängen des letzten Satzes „Cum Sancto Spirito“ löste sich beim Publikum die bis dahin zurück gehaltene Anspannung in tosendem Applaus: Mit stehenden Ovationen wurden Chöre und Orchester sowie die Leistung der Solisten wie des Dirigenten gefeiert. Zur Zugabe formulierte Gerd Weimar auch den Dank an den langjähren Vorsitzenden und jetzigen Ehrenvorsitzenden des Oratorienchors Arnsberg, Dr. Norbert Baumeister, für seine 68-jährige Chormitgliedschaft.

Kirchenmusikdirektor Gerd Weimer hatte die Gesamtleitung beim sommerlichen Chor- und Orchesterkonzert zur Eröffnung des Abteisommers in der Mescheder Abtei Königsmünster. Fotos: Frank Albrecht

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