Evangelischer Kirchenkreis Soest-Arnsberg

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https://anchor.fm/manuel-schilling/episodes/Dachluke-4---Advent-1972---Von-Eisblumen-und-Schnapsglsern-e1r9k4b

Soest-Arnsberg. Erst fünf, dann zehn Minuten, schließlich dreißig und inzwischen fünfundvierzig  Minuten: Das Ritual wiederholt sich nahezu  jeden Morgen, sechs Tage in der Woche. Superintendent Dr. Manuel Schilling steigt in das oberste Stockwerk seines Hauses in der Soester Innenstadt, rollt vor dem Dachfenster seinen Gebetsteppich aus, zündet zwei Kerzen an und beginnt zu beten.

Für ihn ist das der perfekte Einstieg in den Tag. Nur am Samstag nicht: „Da schlafe ich aus.“ Ohne dieses Ritual geht es schlicht und einfach nicht mehr. In einem sehr persönlichen Podcast teilt Schilling künftig seine Gedanken, die ihm beim täglichen Gebet kommen. „Ich war selbst erstaunt, welche Gedanken man bekommt, wenn man mal in Ruhe betet“, sagt der Theologe.

Seit bald zweieinhalb Jahrzehnten ist er ein „Mann der Kirche“. Viele Jahre als Gemeindepfarrer, seit Juni 2020 als Superintendent im Kirchenkreis Soest-Arnsberg. Da sollte man eigentlich glauben, dass das Beten ohnehin schon immer einen großen Stellenwert hatte. „Das hat es auch“, sagt Schilling. „Aber viele Jahre ist eher nebenher gelaufen; zum Beispiel auf dem Fahrrad, wenn ich die Kinder von Kindergarten oder Schule abgeholt habe. In den letzten Jahren aber ist Beten und tägliches Nachdenken über Gott für mich immer wichtiger geworden und ich habe das Gefühl, dass mir dabei Gedanken kommen, die auch für andere interessant sind.“

Frühmorgens, wenn im Hause Schilling noch alle schlafen, beginnt er mit seinem Ritual. Den grünen Gebetsteppich, auf dem er dann vor dem Dachfenster niederkniet, hat ihm ein muslimischer Freund geschenkt, bei dem er wöchentlich seine Oliven einkauft: „Beten“, sagt er, „das ist Zeit für Gott nehmen. Ich konzentrier mich dann darauf, mich auf Gott einzulassen und ihn zu suchen.“

Zu Beginn schlägt Schilling jeweils die Tageslosung auf, liest einen Vers aus dem alten und aus dem neuen Testament: „Diese zwei Sätze reichen, sodass ich immer mehr mit diesen uralten Worten und Weisheiten verwachse und mit einem Mal ein Licht ausstrahlt. Danach bete ich für die Menschen, die ich lieb habe; aber auch für die, mit denen ich Schwierigkeiten habe. Und natürlich auch für die große weite Welt, die immer schwieriger zu begreifen und auszuhalten ist.“

45 Minuten Beten – das kann natürlich nicht jeder Menschen in seinen Alltag einbauen. „Muss man auch nicht. Deshalb dauert ja auch der Podcast keine 45 Minuten, sondern zwischen fünf und zehn Minuten“, sagt Schilling und ergänzt: „Die Frage ist doch: Wieviel Zeit braucht man täglich für Gott? Die Antwort darauf muss sich ein jeder selber geben. Viele Leute, die mir auf den ersten Podcast geantwortet haben, berichten, dass auch sie ihr ganz persönliches Ritual haben, anders als meines. Aber das ist doch gerade gut so. Ich will mit meinem Podcast Denkanstöße geben und meine Gedanken mit Gott und anderen teilen.“

Der Podcast „Dachluke – wieviel Zeit braucht man täglich für Gott“ ist ab sofort bei Spotify unter dem Stichwort „Dachluke“ oder „Manuel Schilling“. Mindestens vierzehntägig erscheint eine neue Ausgabe, die dann jeweils ab freitags abrufbar sein wird.

Veranstaltungshinweise

Politik, Energie, Mobilität, Kleidung – alles soll grün werden. Wie sieht es eigentlich mit der Kirche aus?

An 7 Abenden am 7. um 7 Uhr informieren ReferentInnen mit christlichem Background in einem Onlineseminar darüber, wie sie sich 
konkret für mehr Nachhaltigkeit in der Kirche einsetzen. Diskutieren Sie mit uns die Frage, wie eine nachhaltige Kirche konkret aussehen kann. 

07.12.2022: Franz-Josef Klausdeinken und Kerstin Werner: Chrstians4future - Anmeldung
07.01.2023: Nicole Heppelmann, Lisa-Marie Voß: der fairteiler der katho Paderborn - Anmeldung
07.02.2023: Joana Pieres Heise: Klima fasten - jeder kocht am eigenen Herd - Anmeldung
07.03.2023: Thomas Schmidt: Misereor Fastenaktion - Anmeldung

Zum Programm

"Das geistliche Wort", ein Radiobeitrag im WDR, am 04.12.22 aus Lippstadt mit Pfarrer Hosselmann


Mary, did you know? - Dieses Lied, das sich in christlichen Kreisen wachsender Beliegtheit erfreut und von der US-amerikanische A-Capella-Gruppe Pentatonix
wunderbar arrangiert wird, steht im Mittelpunkt des gleichnamigen, adventlichen Beitrags, den Pfarrer Dr. Roland Hosselmann in der Reihe "Das geistliche Wort" präsentiert
Der Beitrag wird am 4. Dezember auf WDR 5 in der Zeit von 8.40 - 9.00 Uhr ausgestrahlt.

LichtZeit – 15 Minuten an der Krippe

In den kommenden Adventswochen sind Sie von montags bis donnerstags jeweils um 17:00 Uhr herzlich eingeladen den Alltag zu unterbrechen und bei der LichtZeit 15 Minuten an der Krippe im St. Patrokli Dom zu verweilen.

Nun schon seit vier Jahren gibt es die ökumenischen LichtZeiten, auch in diesem Jahr sollen sie wieder stattfinden. Entstanden aus einer Initiative von Pastoralreferentin Martina Neuhaus und Pfarrerin Leona Holler sind diese kleinen Viertelstunden mittlerweile für viele Soesterinnen und Soester zu einem festen und beliebten Ruhepol inmitten des Adventstrubels geworden. Jeweils von Montag bis Donnerstag in den Adventswochen treffen sich Touristen und Einheimische um 17.00 Uhr an der westfälischen Krippe im Dom. Bis 17.15 Uhr gibt es dann unter Kerzenschein gemeinsamen Gesang, Musik von Muszizierenden der Soester Musikschule und den Kirchengemeinden und kurze Texte aus der Literatur. Die diesjährigen LichtZeiten beginnen am Montag, den 28. November und enden am Mittwoch, den 21.12.2022. Der Eintritt ist frei.

Den Alltag unterbrechen. Einfach nur da sein. Vertrauten Adventsliedern und anderen musikalischen Klängen lauschen. Sich entführen lassen und eintauchen in Gedichte und Geschichten, die vom Licht, vom Leben, vom nach Innen lauschen und vielem mehr erzählen. Gedanken und Töne für die Seele, die leuchten und verzaubern wollen. Sich einfach einen Platz an der Krippe oder an einem anderen Ort im Dom suchen und gemeinsame LichtZeit zu erfahren und zu teilen. 

Ökumenischer Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder in der Hohnekirche Soest, 11.12.22, 17.00 Uhr

Wir laden betroffene Mütter, Väter, Geschwister, Großeltern, Verwandte und Freunde ein, im Rahmen eines meditativen Gottesdienstes in Liedern, Texten und Gebeten ihrer Kinder zu gedenken und für sie ein Licht zu entzünden.

In dieses Gedenken eingeschlossen sind auch Kinder, die bereits im Mutterleib, während der Geburt oder nach kurzer Lebenszeit gestorben sind.

„Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember wird weltweit der verstorbenen Kinder gedacht. Das „Worldwide Candle Lighting“ (weltweites Kerzenleuchten) geht auf eine Initiative von verwaisten Eltern und ihren Angehörigen zurück. Betroffene aus der ganzen Welt stellen am Abend brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.“

Quelle: Bundesverband verwaister Eltern  

St. Maria zur Höhe, Am Hohnekirchhof 1, Soest

11.12.22, 17.00 Uhr

Mit Pfarrerin: Frauke Wehrmann- Plaga und Anna Möllenberg (Diakonie Ruhr-Hellweg, Sommerland)

Rückfragen an: Amy Röper, Koordinatorin von Sommerland, Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. – Beratungsstelle für Familien- und Lebensfragen / Sommerland, Wiesenstr. 15 – 59494 Soest, Telefon: 02921 3620-143, Mobil: 0151 55012683

Kirche digital

Digitale Formate und Inhalte sind für die Evangelische Kirche längst keine Ausnahme und auch kein bloßes Mittel zum Zweck. Vielmehr stellen sie eine ebenso sinnvolle und wie attraktive Ergänzung dar. Daher wurde im Evangelischen Kirchenkreis Soest-Arnsberg ein eigener Arbeitsbereich Digitale Kirche geschaffen. Mehr dazu hier

 

Jahresthema

Der Evangelische Kirchenkreis Soest-Arnsberg hat die Klima-Diskussion zu seinem zentralen Thema gemacht. Durch Klicken auf den Klima-Button kommt man in den Bereich mit Informationen und Arbeitshilfen zum Thema.

 

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