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Wunder von Weslarn

7.1.2026

Renovierungsarbeiten der Urbanus-Kirche abgeschlossen

Als „Wunder von Weslarn“ bezeichnete der Vorsitzende des Fördervereins der St. Urbanus-Kirche, Hinrich Theodor Balsters (3. von links) das Einhalten des Kostenplanes bei der Sanierung des Kirchendachs. Foto: Josef Holthoff

Von Josef Holthoff

 

Weslarn. Eine freudige Nachricht hatte Baukirchmeister Bernhard Karb Ende des Jahres 2025 für den Förderverein der der St.-Urbanus-Kirche in Weslarn: „Die Renovierung der St.-Urbanus-Kirche kann noch in diesem Jahr abgeschlossen werden“. Mit dieser Information überraschte er  die Mitglieder des Fördervereins bei der  Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus.

 

Seit 2024 wird am Dach der Kirche gearbeitet, die Komplettsanierung der gesamten Dachhaut war dringend notwendig, da die Substanz massiv zerstört war. Bereits im Jahr 2018 hatte Architekt Dirk Pieper vom Kirchenkreis Soest-Arnsberg einen Sanierungsplan erstellt, der zunächst eine Gesamtsumme von 360 000 Euro auswies. Bis zum tatsächlichen Baubeginn erhöhten sich Gesamtkosten durch Preissteigerungen jedoch auf eine Summe von 430.000 Euro.

 

Nach Förderungen, 50 Prozent durch die öffentliche Hand und 20 Prozent durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, mussten noch 140.000 Euro von der Kirchengemeinde selbst geschultert werden. Hiervon hat der Förderverein durch Konzerte, Abendmusik und Spenden einen Teil der Kosten übernommen, die langfristig gezielt für diese Sanierung angespart wurden. 

 

Als „Wunder von Weslarn“ bezeichnete der Vorsitzende des Fördervereins, Hinrich Theodor Balsters, den eingehaltenen Kostenplan, da viele ähnliche Projekte im Nachhinein viel teurer geworden sind, die Sanierung der St.-Urbanus-Kirche aber nicht.

 

„Von dieser top-renovierten Kirche haben wir am Anfang nicht mal geträumt“, freute er sich über den Erfolg der Sanierung. Ende November erfolgte bereits die Abnahme des Daches, danach waren allerdings noch einige Spenglerarbeiten durchzuführen. 

 

Im Kassenbericht berichtete Schatzmeister Heiner Kroll, das seit Gründung des Fördervereins 2006 bereits rund 66.000 Euro vom Förderverein für die Kirche aufgewendet wurden.

 

Damit auch weiterhin Gelder generiert werden, sollen wieder Abendmusiken und Konzerte organisiert werden. Hier ist Gundula Rohe federführend als Organisatorin beteiligt. Für den Erhalt des Fördervereins sollen verstärkt neue Mitglieder geworben werden. Derzeit sind aktuell keine Maßnahmen geplant, in Zukunft kommt jedoch die Sanierung der Turmuhren und das Kirchturmdach auf den Förderverein zu.

Monatelang für die Weslarner ein gewohntes Bild: Dachdecker, die in luftiger Höhe ihre Arbeit verrichten. Foto: privat

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