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Wärme schenken, wo sie benötigt wird
8.1.2026
Bemerkenswertes Projekt Herzdecken hat Frauen in Frauenhäusern erfreut

Soest/Neubeckum. Was zunächst als kleine Idee begann, hat sich in den vergangenen Wochen zu einem bemerkenswerten Projekt entwickelt. Unter dem Namen „Herzdecke“ haben engagierte Menschen farbenfrohe Patchworkdecken gefertigt, um Kindern und Frauen in schwierigen Lebenssituationen zu Weihnachten eine besondere Freude zu bereiten. Der Gedanke dahinter war einfach, aber wirkungsvoll: Das Jahr sollte für diejenigen, die kaum Grund zur Freude haben, mit einem Lichtblick enden. Etwas, das nicht nur praktisch ist, sondern auch ein Zeichen von Zuwendung und Hoffnung. Maureen Ferber (Ferberline) aus Preußisch Oldendorf war von Anfang an begeistert und steuerte ein eigens entworfenes Logo sowie eine Stickdatei bei, die den Decken eine persönliche Note verleihen.
Seit Oktober liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Isabella Odenbreit und ihre Mutter Karin übernahmen den Zuschnitt der Stoffe, während Rita Wösthenrich die Näharbeiten ausführte. Einige der liebevoll vernähten Herzdecken wurden von Isabella sogar weihnachtlich verpackt und dekoriert, damit die Beschenkten nicht nur ein wärmendes Stück Stoff, sondern auch das Gefühl erhalten, ein festliches Geschenk auszupacken.
Die Idee war, nicht einfach nur eine Decke zu übergeben, sondern ein Geschenk, das Freude bereitet und einen Moment des Glücks schafft. Die Decken selbst sind in drei Größen gefertigt – von Babydecken über mittlere Formate bis hin zu großen Decken. Charakteristisch ist das Patchwork-Design aus Quadraten, das jeder Decke einen individuellen Charme verleiht und die Vielfalt der Stoffspenden widerspiegelt.
Möglich wurde dieses Projekt durch die Unterstützung vieler Menschen. Zahlreiche Stoffspenden sorgten für eine bunte und abwechslungsreiche Auswahl, die den Decken ihre besondere Ausstrahlung gab. Auch finanzielle Spenden trugen dazu bei, dass die Umsetzung nicht an fehlenden Mitteln scheiterte. So entstand aus einer spontanen Idee ein gemeinsames Vorhaben, das zeigt, wie viel Engagement und Zusammenhalt bewirken können.
Insgesamt konnten 30 Decken hergestellt werden – ein Ergebnis, das die Initiatorinnen selbst überrascht hat. Jetzt wurden die Decken in Frauenhäuser der Evangelischen Frauenhilfe e.V. übergeben, konkret in Soest sowie in Wengern bei Hagen. Realisiert wurde dieser Kontakt durch Ute Ivetic, die entscheidend dazu beitrug, dass die Decken dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden.
Das Team „Herzdecke“ bedankt sich bei allen Spendern und Unterstützern für ihre Hilfe. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie aus einer einfachen Idee etwas Großes entstehen kann, wenn Menschen bereit sind, gemeinsam anzupacken. Es zeigt, dass Wärme nicht nur durch Stoff entsteht, sondern vor allem durch Mitgefühl und den Willen, anderen eine Freude zu bereiten. (mjk)
