Nachrichten

Werk des Trostes und der Zuversicht

7.10.2026

Regionales Mitsing-Projekt nimmt sich besonderer Weihnachtsgeschichte an

Kantorin Annika Eisenberg lädt Musik- und Chorbegeisterte zum Mitsingprojekt für die Teilnahme an der „Weihnachtsgeschichte“ von Max Drischner ein. Foto: Frank Albrecht

Von Frank Albrecht

 

Hüsten. Chor- und Gesangsprojekte gibt es viele – aber vermutlich nur wenige, die die „Weihnachtsgeschichte“ von Max Drischner einstudieren. Die Kantorin Annika Eisenberg im Evangelischen Kirchenkreis Soest-Arnsberg rührt bereits die Werbetrommel für ihr Projekt, für das unter dem Motto „Sing mit! – Die Weihnachtsgeschichte von Max Drischner“ noch begeisterte Mitstreiter:innen gesucht werden.

 

Die Aufführung erfolgt nach mehreren Gesangsproben am Sonntag, 6. Dezember, in der Kreuzkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Hüsten. Vor der Aufführung finden fünf gemeinsame Proben jeweils donnerstags in der Unterkirche der Kreuzkirche Hüsten statt. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos, die Notenhefte werden gestellt.

 

„Singen Sie gerne? Mögen Sie Musik, die berührt und Weihnachten zum Klingen bringt?“ – mit diesen Fragen hat sich Kantorin Eisenberg auf den Weg gemacht, eine stattliche Zahl von Sängerinnen und Sängern für ihr neues Projekt zu begeistern. Bereits vor zwei Jahren ermöglichte ein Chorprojekt die Beteiligung vieler mehr oder weniger geübter Sängerinnen und Sänger.

 

„Vielen hat es so gut gefallen, das zum Ende gleich der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert wurde“, sagt die Kantorin. „Die Weihnachtsgeschichte“ von Max Drischner wurde dabei ganz bewusst gewählt. „Es sollte ein Werk sein, das innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens zu erarbeiten und zudem ansprechend ist“, beschreibt Eisenberg ihre Idee weiter.

 

Fast noch mehr wiegt bei der Auswahl der zeitgeschichtliche und politische Hintergrund des Stückes, der in Polen geborene deutsche Komponist lebte von 1891 bis 1971. „Drischner komponierte dieses Werk in Zeiten des Krieges. Auch heute sind überall auf Welt Kriege, manche näher an unserem Land, manche ferner.

 

„Das Werk hat nichts an Aktualität eingebüßt und in diesen unruhigen Zeiten bedürfen die Menschen mehr denn je des Trostes und der Zuversicht“, ist Annika Eisenberg überzeugt. „Die Weihnachtsgeschichte“ nach Lukas 2 von Max Drischner begeistert mit Liedern aus der Grafschaft Glatz. Sie ist ein bewegendes, eingängiges und gut singbares Werk für einen vielstimmigen gemischten Chor mit Solostimme und Tasteninstrument. Der Komponist Drischner schrieb es 1944 für seinen Chor und die Gemeinde Brieg, wo das Stück in der Christnacht 1944 aufgeführt wurde.

 

Das neue Chorprojekt von Annika Eisenberg gehört zu den Aufgaben, die die Kantorin in der Evangelischen Kirchengemeinde Hüsten übernimmt – aber auch darüber hinaus. In der gesamten Region 7 des Evangelischen Kirchenkreises Soest-Arnsberg gehören auch Chorprojekte wie dieses, Orgeldienste und z.B. der Regionalposaunenchor zu ihren Aufgaben. Wer besondere musikalische Momente mit anderen sangesbegeisterten Menschen teilen möchte, ist beim anstehenden Chorprojekt genau richtig. „Jede und jeder, die oder der Freude am Singen hat, ist dabei willkommen. Ich freue mich über chorerfahre Menschen und auch solche, die schon immer mal im Chor mitsingen wollten, sich aber bisher nie getraut haben“, zwinkert Annika Eisenberg.

 

INFOKASTEN

Alle, die sich beteiligten möchten, sind eingeladen, ab dem 5. November jeweils in der Zeit von 19.30 bis 21 Uhr in der Unterkirche der Kreuzkirche Hüsten zu proben. Weitere Termine – immer Donnerstag – sind am 12., 19. und 26. November sowie am 3. Dezember. Am Tag der Aufführung, Sonntag, 6. Dezember, findet das Einsingen aller Mitwirkenden ab 15 Uhr statt. Die Aufführung startet als „Musikalischer 2. Advent“ um 17 Uhr in der Kreuzkirche Hüsten.

zurück zur Übersicht